MedienHafen

Flossis

"Flossis" klettern wieder am Rhein

Die "Flossis" klettern wieder. 1998, anlässlich der Eröffnung des Deutschen Kunststoff-Museums im NRW-Forum am Rhein und der Ausstellung "Kunst und Kunststoff", hatte Professorin rosalie die farbigen Kunststofffiguren entworfen. Fröhlich eroberten sie die Fassade und die Herzen der Düsseldorfer. Dank der großzügigen Unterstützung der Klüh Service Management GmbH gelang es, die Skulpturen-Installation dauerhaft für Düsseldorf zu sichern. Allerdings musste erst ein endgültiger Standort gefunden werden. Nun ist es so weit: Im Medienhafen, und damit wieder am Rhein, sind die "Flossis" am Samstag (9. März) endgültig vor Anker gegangen. Ihre neue Heimat ist das Gründerzentrum an der Speditionstraße.

Zur Erinnerung: Im Oktober 1998 hatten die knallbunten Figuren der Kunstprofessorin aus Stuttgart ihren ersten großen Auftritt in Düsseldorf. Sie schienen gleichsam dem Rhein entstiegen, krabbelten auf die Fassade des NRW-Forums Kultur und Wirtschaft, hangelten sich bis zum Dach empor. Die Flossis wurden zum spektakulären Ausrufezeichen für das neue NRW-Forum in seinen historischen Räumen am Ehrenhof.

Und sie nahmen Bezug auf das Deutsche Kunststoff-Museum, das im Forum ebenfalls seinen Sitz hat. Düsseldorf, die Stadt mit der weltweit bedeutendsten Kunststoff-Messe, hatte nun auf einen Schlag ein neues kleines Museum und einen weithin sichtbaren, kunstvoll gestalteten Aufmerksamkeitserreger.

Die gelben, grünen, roten und blauen Kletterer auf dem NRW-Forum waren zu dieser Zeit eines der beliebtesten Bildmotive in Düsseldorf - und sie waren Stadtgespräch. Dies umso mehr, als die Stunde des Abschieds zu schlagen schien. Denn: Obwohl es allen wohl am liebsten gewesen wäre - auf Dauer konnten sie nicht an der Fassade des Forums bleiben. Das ließen Denkmalschutzgründe nicht zu.

Also wurden die Kunststoff-Wesen im Januar 1999, mit Ende der Ausstellung "Kunst und Kunststoff", wieder abgebaut. Doch das drei Monate lange Gastspiel reichte den Flossis, um sich so viele Freunde zu machen, dass an Abschied gar nicht zu denken war. Ein neuer Standort musste gefunden, vor allem aber die schwierige Frage der Finanzierung geklärt werden. Denn rosalies Kunst sollte Düsseldorf erhalten bleiben, ohne den Haushalt der Stadt zu belasten.

In dieser Situation schuf die Unternehmensgruppe Klüh die wesentliche Voraussetzung. Sie erklärte sich zum Erwerb des Kunstwerks für die Stadt bereit, allerdings mit der Auflage, dass ein attraktiver Standort gefunden wird. Und nach langer Suche gibt es den nun auch: Ab sofort können die Flossis ihre Kletterkünste wieder demonstrieren. Ihre neue Heimat - das ist das Gründerzentrum an der Speditionstraße 15 a und die wohlvertraute Nachbarschaft des Rheins.
Bei der Neu-Installation der Figuren im Medienhafen führte rosalie natürlich selbst Regie. Am Gründerzentrum sind 24 Figuren heimisch geworden. 20 befanden sich bereits als Schenkung im Besitz der Stadt. Drei weitere kamen noch einmal von Klüh hinzu und eine aus dem Besitz der Künstlerin.
Aber auch das benachbarte Gebäude der Firma Hochtief Projektentwicklung hat einige Farbtupfer abgekommen - hier wurden simultan fünf weitere Figuren angebracht.
Die Installation der bis zu 4,2 Meter hohen und 2,5 Meter breiten Skulpturen umfasst damit ein Gesamtensemble von 29 Figuren, die sich über eine Fassadenfläche von rund 800 Quadratmeter verteilen. Jede der Figuren ist ein Unikat, differenziert in unterschiedlicher Haltung und formaler Gestaltung.
Anlässlich der Wiederkehr der Flossis gab es am Samstag, 9. März 2002, eine fröhliche Begrüßungsparty. Oberbürgermeister Joachim Erwin und Künstlerin rosalie enthüllten die letzte der 29 Figuren. Zur Begrüßung zählten auch Wasserfontänen vom Feuerwehrlöschboot und Rettungstaucher der DLRG: Als menschliche Flossis entstiegen sie dem Rhein, um ihre "Kameraden" freudig willkommen zu heißen...

Quelle: Stadt Düsseldorf, www.duesseldorf.de
Fotos: Wolf-Dieter Gericke