KAI CENTER
Kaicenter

Manchmal gehen die Prioritäten in der Wahrnehmung ja sehr auseinander. Ein Beispiel: "Blickfang des Kaicenters an der Kaistraße ist eine vorgehängte etwa 25 Meter weit gespannte, frei schwingende Scheibe aus Leichtbeton, die die Straßenbiegung nachzeichnet. An der Wasserseite ist die Fassade sieben Grad nach untern geneigt und ermöglicht dadurch reflexionsfreie Ein- und Ausblicke", schreiben die Leute vom Bauamt.
"Sieht aus wie´n Schiff!", beschreibt der gemeine Architektur-Laie kürzer. Und schön bildhaft. Denn so sieht es aus, das Kaicenter, wenn man sich von der Rheinseite nähert - freischwingende Betonplatte hin oder her. Daher kommt es auch häufig zu Verwechslungen: Das Gebäude des Franzosen Claude Vasconi, der sein Werk in der Hammer Straße "Grand Bateau" nannte, sieht irgendwie weniger nach "Bateau" (Schiff) aus, als der Döring-Bau am Hafenbecken. Jedenfalls hat es nicht so einen schnittigen Kiel.

Architekt: Professor Döring und Partner
Fertigstellung: März 1996







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