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Neuer Zollhof

Neuer Zollhof

Die Düsseldorfer sahen den Entwürfen des Star-Architekten Frank O.Gehry zunächst mit gemischten Gefühlen entgegen: Drei "krumme Häuser" am Hafenbecken? - Na!

Dass der Amerikaner seiner Schwäche für kühne Konstruktionen auch in Düsseldorf freien Lauf lassen würde, war so überraschend allerdings nicht - er ist bekannt für Entwürfe, die böse Zungen "Bau-Kollagen in Trümmer-Ästhetik" nennen und damit Gebäude wie das wie das Baseler "Vitra-Design Museum" meinen. Und das titanverkleidete Guggenheim-Museum in Bilbao.
Die drei Türme sind trotz der stattlichen Konkurrenz schnell zum beliebtesten Ensemble am alten Hafenbecken avanciert. Sie stehen gleich am Beginn der Medienmeile, wo einst unverzollte Ware zwischengelagert wurde ("Zollhof").

Wie hübsch das wer auch immer findet: Die meisten Gehry-Gebäude sehen aus, als wären sie mitten in einer Bewegung erstarrt. Das ist auch in Düsseldorf so. Wenn die Düsseldorfer aber mit Stirnrunzeln auf die krummen Türme blicken, dann liegt das daran, dass sie mit schiefen Häusern im "Zollhof" schon Erfahrung haben. "Hatten wir hier schon mal, so besoffene Häuser!", sagen alte Hafenbewohner deshalb spitz, wenn sie was erzählen wollen, und meinen den "Alten Zollhof" (Audio).

Architekt: Frank O. Gehry (USA)
Fertigstellung: 1998-1999

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WDR-Gebäude Stadttor