Ausblick
Ausblick
Die Umgestaltung des Gebietes zwischen Zollhof und Kaistraße zu einem Areal für Medien, Werbung, Graphik- und Modedesign, Kunst und Kultur ist fast vollendet. Auch für die Zukunft kann der MedienHafen Düsseldorf als ein Magnet für die kreativen Branchen sowie für Unternehmen, die sich in diesem Umfeld bewegen, betrachtet werden. Die derzeit rege Bautätigkeit und die geplante Neubebauung im Bereich der Speditionstraße sind ein Indiz für die anhaltend hohe Nachfrage nach modernem, den heutigen Ansprüchen genügendem Büroraum in Verbindung mit einer ansprechenden Architektur.
Für das Gebiet Speditionstraße fand 1998/99 ein internationaler städtebaulicher Realisierungswettbewerb statt, der eindrucksvolle Visionen für das 11,3 ha große Areal hervorbrachte. Die geplante Bebauung führt zu einer deutlichen Verbesserung der städtebaulichen Situation im Hafen. Mit der Umsetzung der ersten größeren Projekte wie der Sanierung der denkmalgeschützten Mälzerei und des Speichergebäudes wurde bereits begonnen. Auch der Bau des Creativ Center Handelshafen und des Gebäudes Speditionstraße 9 nach einem Entwurf von William Alsop ist schon vorangeschritten. Für die Gebäude an der Speditionstraße ist eine Mischung aus Büronutzung, Hotel, Gastronomie, Diskothek und Veranstaltungshalle vorgesehen. Hervorzuheben ist das geplante Gründerzentrum für die Film- und Fernsehwirtschaft in der Speditionstraße 15a.
Besonderheit der Speditionstraße ist die herausragende Lage auf einer der Landzungen im Hafenbecken. Um dieser außergewöhnlichen Position gerecht zu werden, galt es gerade für die Spitze der Landzunge eine adäquate Nutzung und erstklassige Bebauung zu finden. Aus diesem Grund fand in diesem Jahr für die rd. 5.000 m⊃2; große Fläche an der Speditionstraße ein Investorenwettbewerb statt. Eine Jury wählte eine Arbeit der Architekten JSK Düsseldorf zum besten Entwurf. Dieser Entwurf sieht einen Gebäudekomplex vor, der aus zwei sich parallel zugewandten Hochhäusern bestehet und für den insgesamt eine multifunktionale Nutzung mit Arbeiten, Hotel, Kultur und Boarding House angedacht ist. Investor des “Kunstkubus” ist Hans Grothe, der einen Teil seiner privaten Kunstsammlung in ein Museum einbringen wird.
Die eigentliche Spitze der Landzunge bleibt von der Bebauung unberührt und wird ein Platz der Begegnungen. Zur Belebung und Steigerung der Attraktivität der Hafenspitze ist eine Brücke geplant, die von der Kaistraße über das Hafenbecken auf die Speditionstraße geführt wird. So wird eine kurze Verbindung zwischen dem neugestalteten Bereich an der Speditionstraße und der Kaistraße geschaffen. Die öffentliche Nutzung in Form des geplanten Museums sowie die gute Erreichbarkeit der Hafenspitze führt zu einer Belebung des öffentlichen Raumes. Die geplante Bebauung und zukünftige Nutzung an dieser exponierten Stelle der Speditionstraße stellt den vorläufigen Abschluß und Höhepunkt der Bebauung im MedienHafen dar.


