Thema Verkehr
Thema: Verkehr
Ende der 70er Jahre wurde von der Stadt Düsseldorf beschlossen, die Hafengebiete umzustrukturieren. Bezüglich der Verkehrserschließung erarbeitete die Bauverwaltung verschiedene Konzepte. Hierbei wurde rasch deutlich, dass die geographische Lage des Hafengebietes quasi einer „Sackgassen“-Situation ohne leistungsstarke Verbindung zum überörtlichen Verkehrsnetz gleichkommt. Zu diesem Zweck wurde Anfang 1990 zunächst die Plockstraße als Haupterschließungsachse aus südlicher Richtung erstellt.
Durch die kontinuierliche Verdichtung des MedienHafens, weit über die ursprünglich geplanten Grenzen hinaus, ist das vorhandene Straßennetz mittlerweile nur unzureichend in der Lage, den steigenden verkehrlichen Anforderungen gerecht zu werden. Besonders der LKW-Vekehr aus dem Industriehafen, der über die Franzius- bzw. Plockstraße fließt, zeigt oftmals die Grenzen der derzeitigen Verkehrskapazitäten auf. Deshalb ist zur verträglichen Abwicklung des zu erwartenden Verkehrsaufkommens eine Verbesserung der äußeren Erschließungssituation mittelfristig unerläßlich.
Auch in der im Jahre 2002 durchgeführten Umfrage wird das Thema Verkehr von den Anliegern im MedienHafen angesprochen. Bemängelt werden wie schon in den Jahren zuvor die Erschließung des Gebietes durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), das Fehlen von ausreichenden Parkplätzen sowie der schlecht abfließende Individualverkehr zu den Stoßzeiten.
Die Verbesserung des ÖPNV in das Hafengebiet war und ist ein wesentlicher Bestandteil der Verkehrserschließung.
Zwei mögliche Straßenbahnführungen werden derzeit geprüft:
Die Straßenbahnlinie 704, vom Hauptbahnhof kommend, soll Ihre Endstation an der Franziusstraße/Ecke Speditionstraße erhalten. Bereits Ende der achtziger Jahre war die Verlängerung einer Straßenbahnlinie von der Neusser Straße bis zur Franziusstraße fester Bestandteil aller Verkehrsüberlegungen. Zu diesem Zweck wurde in den mittlerweile rechtsverbindlichen Bebauungsplänen entlang der Hammer Straße und Stromstraße die projektierte Straßenbahntrasse baurechtlich gesichert.
Als Alternative wird eine Trassenverlängerung aus der Gladbacher Strasse kommend bis zur Endhaltestelle Speditionstrasse geprüft.
Nach Fertigstellung einer der beiden Alternativen wird erwartet, dass durch das Angebot von kurztaktigen Straßenbahnverbindungen in die Innenstadt und zum Hauptbahnhof der Individualverkehr abnimmt und die verkehrliche Belastung des MedienHafens weiter sinkt.
Die Bauarbeiten für eine öffentliche Tiefgarage mit 500 Stellplätzen an der Franziusstraße haben bereits begonnen, so dass im nächsten Jahr mit einer Entspannung der Parkplatzsituation im Bereich Hammerstraße, Zollhof und Kaistraße zurechnen ist.
Das Ziel, eine den Verkehrsanforderungen gerecht werdende Hafenerschließung zu gewährleisten und gleichzeitig den vielfältigen Interessen und Ansprüchen der Anwohner, Investoren, Hafenwirtschaft und Besucher zu genügen, rückt somit in greifbare Nähe.

